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Schließung von Krankenhäusern…ein Gespenst geht um in Deutschland!

Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung sind 60 Prozent der Krankenhäuser in der Republik überflüssig und könnten geschlossen werden.

Durch die Bündelung der verbleibenden Kliniken könnten so die Leistungen an den Patienten erhöht,  gleichzeitig der Pflegenotstand beim Personal beendet und die Ausstattung verbessert werden. Angeblich gäbe es zu viel kleine Kliniken die nicht über die nötige Ausstattung und Erfahrung verfügten um komplizierte Fälle wie Infarkte oder Schlaganfälle behandeln zu können.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht sich für einen Mix aus wohnortnaher Behandlung und Spezialisierung aus. Freilich vertritt er die Interessen der großen privaten Krankenhauskonzerne in Deutschland, die ein lukratives Geschäft wittern, sollte die Politik ihnen lästige Konkurrenz aus öffentlicher Trägerschaft vom Hals schaffen denn er sagt nicht, die kleineren und kommunalen Kliniken sollen bleiben!
















In der von der Bertelsmann Stiftung  beauftragten Studie durch die IGES (Berliner Institut für Gesundheits-  und Sozialforschung) wurde die Stadt Köln und seine ländliche Umgebung als repräsentativ gewählt um nachzuweisen, dass die Transportzeiten in wenige verbleibende Großkliniken nicht wesentlich länger dauern als die augenblicklichen. Trifft das aber für alle Ballungszentren gleichermaßen zu? Hält die Studie einem Stresstest im Ruhrgebiet und anderen Metropolen stand? Zumindest ist dies doch sehr zweifelhaft, sollte ein Rettungstransport einmal in der Rushhour am Ruhrschnellweg im Stau stecken bleiben, auf jeden Fall stimmt die Studie nicht mehr, wenn es auf dem Land statt 20 Kilometer nun 60 und mehr Kilometer in die nächste Großstadtklinik gehen soll!

Auf den zweiten Blick offenbart sich die IGES denn auch recht wirtschaftsnah und eher weniger im Sinne des Gemeinwohls wenn sie sich präsentiert:

„Wir bieten kreative Lösungen für Fragen der Versorgung, Qualität, Finanzierung und für die Gestaltung des Wettbewerbs öffentlicher Güter und Dienstleistungen.“






















Die Zahl der Krankenhäuser in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Waren es 2000 noch 2242, zählt das statistische Bundesamt aktuell noch 1942 Kliniken. Allerdings nimmt die Privatisierung des Krankenhausbereiches zu. Die konnten ihren Anteil von 21,7 Prozent im Jahr 2000 auf rund 37 Prozent im Jahr 2017 ausbauen- Tendenz steigend.

Was steckt also hinter den Plänen dieser Krankenhausreform? Das ist eine ganze Menge!

Unbestritten regelt der Markt seine Ressourcen selbst, da wo Kliniken unrentabel sind, ziehen sich private Betreiber aus wirtschaftlichen Gründen sowieso selbst zurück, müssen nicht reguliert werden.

Da wo Krankenhäuser in der öffentlichen Hand oder freien Trägerschaft sind, reden und wirtschaften die Länder und Kommunen mit und sind  in der Finanzierungspflicht bzw. fördern mit Steuermitteln die Einrichtungen, sichern auftragsgemäß die Versorgung!

Und diese Einrichtungen sollen  nach dem Ergebnis der Bertelsmann Stiftung mithilfe der Politik nun Größtenteils zerschlagen werden.

Weder Patienten noch Beschäftigte können mit einer solchen Maßnahme einverstanden sein!

Auf einen Schlag würde natürlich mehr Personal im Gesundheitsdienst freigesetzt als für den Betrieb von 40 Prozent der verbliebenen Kliniken benötigt würde. Private Kliniken würden weiter wie Pilze aus dem Boden schießen und das den Billiglohnsektor in der Gesundheitsfürsorge befeuern. Auf der Strecke blieben gut ausgebildetes Krankenhauspersonal das weiter aus den Sozialberufen abwandert, wie wir es im Altenpflegebereich seit Jahren erleben. Die Gründe hierfür? Mangelnde Tarifbindung, verlängerte Arbeitszeiten, stärkere Berufsbelastung,  weniger Freizeit, mehr Flexibilität um nur einige Punkte zu nennen. Die zunehmende Privatisierung des Altenpflegebereiches hat es uns deutlich vorgemacht!

Wir wären schlecht beraten, ließen wir diese negativen Reformen zu! Dass es trotz immenser Kassenüberschüsse überhaupt zu solchen Diskussionen kommen muss, die dann auch noch von Einrichtungen wie der Bertelsmann Stiftung initiiert werden ist ein Armutszeugnis einer der wohlhabendsten Länder dieser Erde wie Deutschland!

Die öffentliche Daseins und Gesundheitsversorgung darf nicht für private Profitinteressen geopfert werden!

Stattdessen müssen die Ausstattungen der kleineren Kliniken durch bessere Ausbildung von Ärzten und Pflegepersonal sowie finanzielle Unterstützung von Bund, Land und Krankenkassen verbessert werden.

Die Überschüsse der Krankenkassen und des Staates machen solche Schritte möglich.

Es muss besser verteilt und organisiert werden.


Nein zu einer Krankenhausreform, die Personal und Patienten benachteiligt!










Wer ist die Bertelsmann Stiftung?

Die Bertelsmann Stiftung ist Mehrheitseigner der Bertelsmann AG zu der u.a. Ran-dom House, RTL- Group, Gruner & Jahr und die Arvato AG gehören. Gegründet wurde die Stiftung 1977 von Reinhard  Mohn und ist eine operative Unternehmensstiftung. Sie vergibt keine Gelder oder Stipendien sondern fördert ausschließlich nur  eigene Projekte, Studien und Reformvorhaben im Sinne der Familie Mohn. Sie manipuliert die Gesellschaft im politischen Sinn ohne dafür eine demokratische Legitimation zu haben, sie arbeitet vornehmlich in einer Hinterzimmer Atmosphäre und nimmt  lobbyistisch Einfluss auf die jeweiligen Bundesregierungen.                                                                                                Sie ist nach außen völlig intransparent und legt keine Rechenschaft ab. Sie ist also das genaue Gegenteil einer demokratischen Stiftung und nur den Privatinteressen der Familie Mohn verpflichtet. Seit Jahren ist die Stiftung mit der Arvato AG immer wieder in die Schlagzeilen geraten, weil sie Einfluss auf die kommunalen Selbstverwaltungen von Städten und Gemeinden nimmt. Öffentlich wird sie immer wieder kritisiert.                                                                                                                 

Aus diesem Grunde sollte ihr die Gemeinnützigkeit entzogen werden!

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