Arbeitsbedingungen

Überparteilich. Unbestechlich. International.

Wonach suchen Sie?

Ob in den großen Betrieben oder dem Mittelstand, ob bei der Stadt oder im Klinikum - Hand in Hand mit den Gewerkschaften fühlen wir den Arbeitgebern auf den Zahn mit dem Ziel die Arbeits- und Lebensbedingungen in Solingen zu verbessern.

Die Arbeitsbedingungen

in Solingen und anderswo

Clips zum Thema

Flyer zum Thema

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Berlin, Berlin, wir waren in Berlin...

...zusammen mit 50.000 Metallerinnen und Metallern!


Die IG Metall hat gerufen und weit über 50.000 Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen sind dem Aufruf gefolgt. Teils in strapaziösen Sonderfahrten wie die Baden- Württemberger, die mit Sonderzügen über 11 Stunden angereist waren. „Wer nachts um zwei oder drei Uhr aufsteht und nach Berlin kommt, der muss in der Politik und Wirtschaft gehört werden! Ihr seid Helden“, begrüßte der 1te Vorsitzende der IG Metall Jörg Hoffmann die Kolleginnen und Kollegen.

Jung und Alt zusammen; für Arbeits- und Ausbildungsplätze, Umweltschutz, in Solidarität mit den Flüchtlingen, International statt National, gegen die AfD, gegen Faschisten und Rassisten, gleiche Arbeitszeit und Lohn in Ost und West und gegen die Spaltung der Arbeiterklasse… das waren die Kernthemen in den Reden und Diskussionen mit den Kolleginnen und Kollegen.

Mit drei Bussen ging es aus dem Bergischen Land um drei Uhr morgens los.

Aus Solingen waren Accuride, Borbet und PIAD Kollegen angereist um ein deutliches Zeichen zu setzen!

Aus Remscheid kamen Edscha, SMS, Dirostahl, Vaillant, ZSK, A-E-S und Sona BLW Kolleginnen und Kollegen dazu!

Leider fehlten uns die IGM Fahnen und Banner in Berlin, die waren im Borbet Bus, der später fuhr und dann noch in einen Stau geriet. Aber unsere selbstgemachten Plakate kamen sehr gut bei den Teilnehmern an und wurden hundertfach fotografiert!

Unsere  neue Flagge von SOLINGEN AKTIV reist nun durch die Republik mit und ist eine würdige Nachfolgerin für unsere alte, die wahrlich eine Menge von Europa und zig Demos gesehen hat! Auch die neue Flagge erregt überall Aufmerksamkeit, viele Kolleginnen und Kollegen wollten genau sehen, was darauf ist und jedes Mal ging der Daumen nach oben.

Wie in allen gesellschaftsbetreffenden Fragen war auch in Berlin die Jugend ganz vorne mit dabei! Unter dem Motto „ Diese Jugend von heute…“ mit Bewusstheit auf den eigentlich negativ behafteten Sinn dieses Spruches setzte die IG Metall Jugend entschieden eine entschlossene, kämpferische und kreative Demo vom Roten Rathaus zum Brandenburger Tor dagegen. Aus allen Himmelsrichtungen kamen große Jugendgruppen lautstark mit Trillerpfeifen und teils Trompeten zur Veranstaltung.

Eins machte die Veranstaltung gestern deutlich: Die Luft für die Herrschenden da oben wird immer dünner.

Arbeitsplatzvernichtung, prekäre Beschäftigung, die Ungleichheit in Ost und West bei der Arbeitszeit und beim Lohn, der ungehemmte Raubbau an der Natur, die drohende Klimakatastrophe, die Kolleginnen und Kollegen wollen das nicht mehr hinnehmen. Sie wollen an den Entscheidungsprozessen teilnehmen.

Und als ein Redner fragte: „Was soll man denn in diesem System noch wählen“? und ich dann rief, „das System abwählen, den Sozialismus wählen“, wurde ich gleich von mehreren Kollegen angesprochen, die meine Meinung sofort teilten. Einer spendete sogar spontan zwei Euro für unsere Kasse und meinte: „Euch vertraue ich. Ihr seid die ehrliche Opposition von unten. Übrigens bin ich bei den Linken…“.

Und weil das beste immer zum Schluss kommt hier noch das Ende der Fahrt…

Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen von PIAD, Borbet und Accuride haben wir eine Allianz beschlossen, in der wir uns gegenseitig helfen und unterstützen wollen. Gemeinsam sind wir der Meinung, dass wir Belegschaften uns zusammenschließen müssen weil wir den gleichen Feind haben. Wir wollen uns nicht spalten lassen und weitere Belegschaften für unsere Allianz gewinnen!

Den Anfang machen wir morgen, den 01.07.2019 beim Arbeitsgericht in Solingen, wo es gleich zwei Verhandlungen in Sachen Borbet Belegschaft gegen die Geschäftsleitung geben wird.


Andi Fischer

Berlin, Berlin,

wir fahren nach Berlin!

 

Wer kennt nicht die Chöre aus den Fußballstadien, machtvoll, entschlossen aus zehntausenden Kehlen mit dem unbedingten Willen zum Sieg.

Am 29.06.2019 macht die IG Metall in Berlin ein Fass auf, nur ein knappes Jahr  nach den beeindruckenden Streikaktionen in der Tarifrunde 2018 mit hunderttausenden Kolleginnen und Kollegen, die für Forderungen der IG Metall in den Ausstand getreten sind.

In Solingen beteiligten sich alle namhaften Metallbetriebe, Borbet, Zwillingswerk, PIAD, Accuride, Adient u.a. mit tausenden Leuten an den Streikaktionen! (Siehe auch Youtube,,,)

#FairWandel“ ist das Motto der Demo, wo die Energie und Mobilitätswende, die Beschäftigungssicherung am Industriestandort Deutschland und mehr Mitbestimmung eingefordert werden sollen.

Wir finden die Hauptforderungen der IG Metall richtig und unterstützen die Forderungen.

Aber wir haben auch Einwände gegen die Inhalte.

Die geforderte Beschäftigungssicherung in Deutschland darf nicht auf Kosten anderer Nationen betrieben werden, wie es sich unter anderem auch in Solingen abzeichnet. Da schließt Accuride (ehemals Kronprinz) die Lehrwerkstatt und bildet zukünftig nicht mehr aus, benötigt trotzdem Facharbeiter zur Unterhaltung und Betrieb seiner Anlagen. Der Trend geht dahin, junge Fachkräfte aus dem europäischen Ausland abzuwerben um sich Vorort die Ausbildungskosten zu sparen. Verlierer sind unsere Jugend, die keinen Ausbildungsplatz mehr finden und die Länder, die ihrer Fachkräfte, die sie selbst brauchen, beraubt werden!

Bei Borbet wird der Betriebsrat vom Besitzer Peter Wilhelm Borbet mit der Auflösung bedroht, der extra dafür eine der vier besten Union Busting Kanzleien (Betriebsräte- Liquidatoren) Schreiner und Partner aus dem Sauerland beauftragt hat.

Bei Accuride (ehem. Kronprinz)  soll bis 2020 die Belegschaft um 27 Prozent abgebaut und gleichzeitig der Gewinn verdoppelt werden. Zu Recht spucken die Kolleginnen und Kollegen vor dieser amerikanischen Heuschrecke aus!

Adient hat „ohne Kommentar“ seinen Standort in Remscheid geschlossen, dutzende Beschäftigte perspektivlos in die Arbeitslosigkeit entlassen, im letzten verbleibenden Werk im Bergischen, in Solingen ist bereits der Arbeitsplatzabbau angekündigt.

Die prekäre Beschäftigung in Leiharbeit, in Befristungen und Werkverträgen, die es den betroffenen Arbeitnehmer(innen) unmöglich macht, eine solide Zukunftsplanung zu führen. (Die IG Metall befindet sich derzeit in Tarifverhandlungen mit der Zeitarbeitsbranche)

Das skrupellose Ausnützen der Arbeitskraft von Flüchtlingen in Praktika mit dem Versprechen einer Bleibeperspektive, während Heimat und Innenminister Horst Seehofer (CSU) die anfangs humanen Asygesetze mittlerweile bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt hat!

Zu Recht geht die Jugend weltweit mit der Friday for Future Bewegung auf die Straße, anfangs mit dem Ziel, auf diesem Weg das Klima retten zu wollen. Längst sind auch diese mutigen Menschen desillusioniert worden, angesichts harter Attacken aus der bürgerlichen Politik und Wirtschaft, die sie als Schulschwänzer und unreife Träumer verunglimpfen wollen.

Und deshalb bewegt die Jugend die Systemfrage, ob es möglich ist, dem Kapitalismus die Umweltfrage, das Weltklima und das Wohl der Menschheit anzuvertrauen?

Jeden Tag überzeugen die Bundes und Landesregierungen mit ihren neuen Gesetzen und Verordnungen gegen die eigenen Leute die Jugend davon, dass ihr Widerstand wichtig und richtig ist!

SOLINGEN AKTIV unterstützt das!

Wir fahren nach Berlin, um uns zu solidarisieren mit den Arbeitern und Angestellten in Deutschland, und International, weil wir ein internationalistisches Bündnis sind, weil die IG Metall Geschäftsstelle Remscheid/ Solingen endlich einmal zu Protest und Widerstand aufruft!

Liebe Kolleginnen und Kollegen von der Geschäftsstelle:

Da ist noch viel Luft nach oben! Weiter so!!!

 

Andi Fischer


Derzeit sind die Formalitäten zur Berlin-Reise noch mit der Geschäftsstelle in Verhandlung. Wir informieren hier rechtzeitig und mit dem Hinweis, sich anzumelden.

03. Februar 2019


Union Buster Kanzlei Schreiner und Partner gegen die Borbet Belegschaft in Stellung gebracht

Am 31.01.2019 fand vor dem Arbeitsgericht Solingen die Güteverhandlung der Borbet Solingen GmbH für die Auflösung des Betriebsrats bzw. ersatzweise die Entfernung gegen den Betriebsratsvorsitzenden Sinan Alakus statt.

Ziel des Unternehmens war es, den im Mai vergangenen Jahres neu gewählten Betriebsrat abzusetzen und Neuwahlen zu erzwingen. Wie die hiesige Presse bereits berichtet hat, endete das Verfahren vorläufig in Mediationsverhandlungen zwischen dem Betriebsrat und der Borbet Geschäftsführung unter Vorsitz eines Güterichters. In diesen Verhandlungen sollen Geschäftsleitung und Betriebsrat lernen, miteinander zusammen zu arbeiten, sprich zu kommunizieren.

Auf den ersten Blick, und angesichts bereits erzielter Erfolge in anderen Verfahren, scheint der Vorschlag von Hendrik van Laak, dem zuständigen Arbeitsrichter im schwebenden Verfahren eine sinnvolle Geschichte, wenn die Parteien sich denn auf Augenhöhe begegnen würden. Und da wird es heikel, da berichten die bürgerlichen Medien nicht mehr weiter. SOLINGEN AKTIV, selbst mit drei Leuten als Prozessbeobachter bei der Verhandlung dabei, aber schon.

Zweimal musste der Arbeitsrichter Britta Heilfs, als Anwältin für die Borbet Geschäftsleitung während des Gütetermins dafür rügen, das sie dem Betriebsrat vorschreiben wollte, was dieser zu denken habe und wie er sich verhalten soll.

Handelte es sich hier um einen gewöhnlichen Arbeitsgerichtsprozess, wäre das öffentliche Interesse eher verhalten.

In diesem Prozess ist aber nichts normal oder einfach.

Das fängt schon damit an, das Borbet den Betriebsrat auflösen will, bereits eine Unterschriftensammlung im Betrieb durchgeführt hat und dabei 202 Kolleginnen und Kollegen gefunden hat, die das Ansinnen der Geschäftsleitung teilen und für Neuwahlen unterschrieben haben. Bei einer Belegschaftsstärke von 700 sind  das aber weniger als 1/3 der Beschäftigten und somit keine relevante Größenordnung. Im Gegenteil. „Wenn der Rest der Belegschaft dann für sie ist, ist das eine gute Quote“, bemerkte der Arbeitsrichter dazu.  Es schafft aber Fakten und setzt die demokratisch gewählten Betriebsräte unter Druck!

12 der 13 Betriebsratsmitglieder sind neu gewählt und verfügen über keinerlei Betriebsratserfahrung. Sie müssten sich im Arbeitsrecht und in den Aufgaben, Rechte und Pflichten von Betriebsräten bilden, Seminare besuchen. Diese Bildung wird ihnen aber seitens der Borbet Geschäftsführung verwehrt. Unwissenheit der Geschäftsleitung oder wohldurchdachte Schikane gegenüber den Betriebsräten?

Denn jetzt wird es heikel!

Während sich Peter Wilhelm Borbet als Inhaber von Borbet Wheels in seiner Heimat im Sauerland als Gönner und Unterstützer der dortigen Vereine feiern lässt, sich sozial engagiert, setzt er die Union Busting Kanzlei Schreiner und Partner aus Attendorn/ Sauerland  gegen seine eigenen Mitarbeiter an.

Die Kanzlei Schreiner und Partner ist darauf spezialisiert, Betriebsräte, ihre Vorsitzenden und gewerkschaftlich aktive Mitarbeiter zu diffamieren, zu mobben, sie pysisch und psychisch „fertizumachen“, Betriebsratsarbeit auf jede erdenkliche Art und Weise zu behindern oder zumindest zu erschweren, Betriebsräte und Belegschaften mit gezielten Angriffen zu verunsichern und zu spalten.

Zur Kanzlei Schreiner und Partner gibt es im Internet mittlerweile ein umfangreiches Dossier, mit welchen miesen menschenverachtenden Methoden diese Kanzlei berät, arbeitet und Führungskräfte schult! Z.B.(https://arbeitsunrecht.de)

In diesem Kontext sollte auch der besagte Brief des Konzernchefs Peter Wilhelm Borbet betrachtet werden, den Britta Heilfs von der Kanzlei Schreiner und Partner beim Gütetermin so beworben hat und den das Solinger Tageblatt in seinem Prozessbericht in einem Zusammenhang erwähnte, der dem Leser den Eindruck vermitteln sollte, als wolle der Unternehmenspatriarch hier in Sorge um seine Mitarbeiter wohlwollend schlichten. Der Brief? Reine Augenwischerei, reines Theater!

Zu Recht hat der Betriebsrat auf diesen Brief auch sehr distanziert reagiert!

Es gehört zum Grundrepertoire der Kanzlei Schreiner und Partner, Weiterbildungen von Betriebsräten zu verhindern. Hier wäre es hilfreich zu erfahren, seit wann die Kanzlei bereits in Sachen „neuer Betriebsrat“ für die Borbet GmbH tätig geworden ist, ob der Personalchef oder andere Führungskräfte an Schulungen zum Union Busting teilgenommen haben. Dazu böte sich im Wirtschaftsausschuss die Gelegenheit.

Nicht unbekannt ist es, das es im Betriebsrat unterschiedliche Weltanschauliche Strömungen gibt. Das macht das Zusammenarbeiten nicht immer einfach. Das ist auch in anderen Betriebsräten der Fall. Die funktionieren aber trotzdem, nach dem Prinzip, das sie sachlich ihre Funktionen ausüben, wofür sie das Vertrauen bekommen haben und die Belegschaft sie gewählt hat. Es kann nicht um religiöse oder politische Unvereinbarkeiten gehen sondern immer um das Wohl und die Interessen der Belegschaft! Der Feind der Arbeiter kann nicht der Arbeiter sein. Es ist der Kapitalist, der sie ausbeuten will. In diesem Sinne ist die Ablehnung des Vollkonti Fünf Schichtsystems eine gemeinsame und richtige Forderung. Genauso wie die Forderung, die Leiharbeit zu beenden und normale Arbeitsverhältnisse daraus zu machen!

Wie soll es weitergehen?

Es wird die Erfahrung zeigen, ob das Mediationsmodell die richtige Lösung sein wird. Der ausstehende Erfolg  blieb auch beim Güteterminbeschluss eher ein Wunsch als eine fundierte erfolgsorientierte Einschätzung des Gerichtes.

Wir möchten den teilnehmenden Betriebsratskollegen den Rat und unsere Zuversicht mit auf den Weg geben, geschlossen zu bleiben. Kein Konflikt innerhalb des Betriebsrates vor dem Richter oder vor der Kanzlei Schreiner und Partner!

Das ist die Bühne für die Union Buster Kanzleien, hier kennen sich die Spalter und Betriebsratszerstörer bestens aus!

Wir Arbeiter dürfen uns aber nicht spalten lassen, denn dann haben die Kapitalisten und Ausbeuter ihr Ziel erreicht.

Wir setzen dem Solidarität, Klassenbewusstsein, Entschlossenheit und Öffentlichkeit entgegen. Nichts hassen die schwarzen Schafe der Branche mehr, als das man ihre Schweinereien öffentlich bekannt macht!

In diesem Sinne steht SOLINGEN AKTIV fest und unverbrüchlich an eurer Seite und bietet euch jederzeit alle erdenklichen Unterstützungen an, die wir leisten können.

Wir können unsere Homepage einbinden, filmen, bearbeiten und in youtube einstellen, Flyer produzieren, mit euch überall hingehen, euch mit Manpower unterstützen, beraten und und und...


Korrektur:

Berichtigung zum Artikel „Union Buster Kanzlei Schreiner und Partner gegen die Borbet Belegschaft in Stellung gebracht“.

Ein Leser hat uns zu Recht darauf hingewiesen, dass natürlich nicht zwölf der dreizehn Betriebsräte neu gewählt wurden sondern nur vier, wobei von einem Elfer-Gremium auf ein Dreizehner-Gremium umgestellt wurde.

Wir bitten die Panne zu entschuldigen.




27. Januar 2019

Borbet vs. Betriebsrat    Erklärung von SOLINGEN AKTIV


Wer einen von uns angreift – greift uns alle an!

Solidarität mit dem Betriebsrat und den Leiharbeitern von Borbet/Solingen ist dringend geboten!


"Um einen Betriebsrat aufzulösen, ersatzweise den Betriebsratsvorsitzenden abzusetzen, bedarf es grober Verletzungen rechtlicher Verpflichtungen – fortgesetzt vom ganzen Betriebsrat.

Ich kenne Sinan Alakus, den ersten Vorsitzenden des Borbet-Betriebsrats, schätze ihn als freundlichen, hilfsbereiten und kämpferischen IG Metall Gewerkschafter und Kollegen, habe ihn vor ein paar Monaten erst in den Ortsvorstand der IG Metall Remscheid/Solingen gewählt. Ich stehe hinter dem Betriebsrat und Sinan Alakus!"                                                        (Andreas Fischer; Betriebsrat; PIAD Solingen)



SOLINGEN AKTIV verurteilt und bekämpft seit ihrer Gründung 2004 prekäre Beschäftigung, Leiharbeit, Werkverträge, missbräuchliche Minijobs, Hartz IV!

Wir solidarisieren uns mit dem Kampf des Borbet-Betriebsrats gegen die Auflösung und die Abschaffung prekärer Beschäftigung. Die Vollkontischicht muss vom Tisch!


Gegen die Vernichtung von Arbeitnehmerrechten!


Kommt zum Arbeitsgerichtsprozess vor dem Arbeitsgericht Solingen

Wupperstr. 32, 42651 Solingen am 31.01.2019 um 14.00 Uhr.



Hintergründe zu Borbet


1891 wurde das Sauerländer Unternehmen als Familienbetrieb gegründet. Laut eigenen Angaben beschäftigte es 2017 4900 Mitarbeiter in neun Werken. Davon je eines in den USA, in Süd- Afrika und Österreich. 2017 produzierte das Unternehmen 19 Millionen Leichtmetall-Autoräder.


In Solingen sind ca.700 Menschen beschäftigt, ein großer Anteil von ihnen prekär – also in Leiharbeit. Und das über Jahre!

Das lehnt der Betriebsrat zukünftig ab!


Laut Marko Röhrig, dem ersten Bevollmächtigten der IG Metall Remscheid Solingen soll auch die beabsichtigte Einführung eines 5-Schicht-Systems (Vollkonti) bei Borbet zu erheblichen Verstimmungen zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung geführt haben, da dies mit erheblichen Gesundheitsbelastungen und Lohnabbau für die Belegschaft einhergeht.

Die prekär Beschäftigten, die nicht den umfassenden Schutz des Manteltarifvertrages genießen, werden besonders ausgebeutet.

Die sich zunehmende weltweite Verschärfung des Konkurrenzdruckes mit immer billigeren Produkten bei gleichzeitig erwarteter Profitmaximierung von Konzernen und Unternehmen zwingt diese dazu, die Kosten der Abwärtspreisspirale der Produkte voll umfänglich den Belegschaften aufzubürden. Das äußert sich in der Ruinierung der Gesundheit der AbeiterInnen, verschärfter Arbeitshetze, die einher geht mit Lohnabbau besonders im Niedriglohnbereich und in der prekären Beschäftigung.


Dass sich der Betriebsrat von Borbet mit ihrem ersten Vorsitzenden Sinan Alakus dagegen wehrt, ist nicht nur aus gewerkschaftlicher Sicht völlig berechtigt. Das Betriebsverfassungsgesetz gibt dem Betriebsrat mit den §92 und §99 Abs.1 bei personellen und den §80 Abs.1 und 2 sowie §87 Abs. 1/Nr.2 bei arbeitszeitlichen Entscheidungen weitgehende Mitbestimmungsreche, die der Betriebsrat von Borbet wahrnimmt!


Der Angriff der Borbet Geschäftsleitung geht einher mit sich verschärfenden Maßnahmen gegen gewerkschaftliche Entfaltung, wie die Tarifkämpfe von 2018 beweisen.Immer mehr Kolleginnen und Kollegen fühlen sich von kämpferischen Gewerkschaften angezogen. Dass die IG Metall 2018 seit Jahren wieder einen überdurchschnittlichen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen hat, geht zurück auf die konsequente Streikhaltung um den Tarifvertrag 2018!

Je stärker die gewerkschaftlichen Kräfte sich entspinnen, desto größer wird der Widerstand, den die Kapitalisten dem entgegensetzen. Aber sie bleiben nicht unter sich. Ihr Reichtum gibt ihnen die Möglichkeiten, Politik und Presse zu beeinflussen und so ein völlig verzerrtes Bild einer Arbeitswelt zu zeichnen, wo sie die Guten sind, die ja Arbeitsplätze, Lohn und Brot schaffen und der Arbeitnehmer mindestens den Mund zu halten hat.


Nicht mit uns, ihr Herren….


Wir sind längst qualifiziert genug um eure Aufgaben zu übernehmen! Eure Gier hat uns ausgebildet!


Der Angriff der Borbet Geschäftsleitung auf den Betriebsrat ist ein Angriff auf die jahrzehntelang hart erkämpften Arbeitnehmerrechte und ein Angriff auf die ganze Arbeiterschaft!

Fauler Kompromiss beim Tarifabschluss

6% mehr Lohn, mindestens 200 Euro mehr im Monat - vor allem für die unteren Einkommensgruppen - war die Ausgangsforderung von Verdi zu den Tarifver-handlungen 2018.

7,5% sind es zwar nun geworden, die aber gibt es nur scheibchenweise. Zum 1. März 2018 soll es demnach im Schnitt 3,19 Prozent mehr geben, zum 1. April 2019 3,09 Prozent mehr und zum 1. März 2020 weitere 1,06 Prozent.

Azubis erhalten 100 Euro mehr.

Dazu gibt es eine Einmalzahlung von 250 Euro. Das wollen uns die Akteure nun als guten Tarifabschluss verkaufen.

In Wirklichkeit streuen sie den Beschäftigten Sand in die Augen! Denn der Tarifabschluss ist gerade für die unteren Einkommensgruppen ein Witz! Von den geforderten 200 Euro monatlich mehr bleiben den Beschäftigten neben den moderaten Lohnsteigerungen gerade einmal 8,33 Euro mehr im Monat.

Profiteure des Abschlusses sind hauptsächlich die hohen Einkommen während die unteren Einkommen nicht in gleicher Stärke nachziehen können.

Das kann die Kolleginnen und Kollegen nicht zufriedenstellen!

Gerade angesichts der derzeitigen öffentlichen Diskussionen um die schlechte Bezahlung z.B. in den Pflegeberufen ist dieser Tarifabschluss eine Ohrfeige für die Menschen in der Pflege!

„Das war nicht Bzirskes Meisterstück“ titelte heute prompt auch das Handelsblatt! In der Tat haben die Schreiber dort Recht. Sieht der faule Tarifkompromiss doch eher nach Klassenzusammenarbeit zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern aus als nach Einsatz der vollen Kampfkraft der Kolleginnen und Kollegen. Die war da! Seit Beginn der Tarifauseinandersetzung bis heute sind insgesamt mehr als 1 Million Gewerkschafter für ihre Forderungen auf der Straße gewesen!

Dieser faule Kompromiss muss von der großen Tarifkommission, die dem Ergebnis noch zustimmen muss, abgelehnt werden denn er entspricht in keinster Weise der ursprünglichen Forderung!

Europäischer Stahlaktionstag in Brüssel war kalt, nass, kämpferisch und doch herzer-wärmend!


Aus ganz Europa haben sich am 9.11.2016  etwa 15.000 Stahlarbeiter(innen) in Brüssel vor dem Europäischen Parlament zusammengefunden um für ihre Stahlstandorte und um ihre Arbeitsplätze zu kämpfen.

Dem europäischen Parlament wurde eine Unterschriftenliste von 100.100 Kolleginnen und Kollegen übergeben, die das Parlament auffordert, endlich aktiv zu werden, um die europäische Stahlproduktion zu sichern!

Von Finnland, Schweden, Norwegen bis zum anderen Ende nach Spanien und Italien trafen die kämpferischen Kolleginnen und Kollegen in Brüssel ein…..

Mittel und unmittelbar sind auch Standorte im bergischen und oberbergischen Land von dieser Entwicklung betroffen.

Sona, SMST (Mannesmann Röhrenwerk) und Thyssen Krupp Gerlach in Remscheid bekommen die Konkurrenz hautnah zu spüren!

Das kann uns Solinger nicht kalt lassen! Hier war Solidarität geboten und genau das hat SOLINGEN AKTIV auch in diesem Konflikt gezeigt. Viele Solingerinnen und Solinger arbeiten in der Nachbargemeinde oder unterhalten wirtschaftliche Kontakte zur hiesigen Stahlindustrie, wovon auch in Solingen viele Arbeitsplätze abhängen.

15.000 Stahlwerker sind bei nasskaltem Wetter auf die Straße gegangen und wehren sich gegen eine Konkurrenz, die „nicht“ die Stahlwerker in China oder in Indien sind! Die Gegner sind die Konzerne, die sich im erbarmungslosen Konkurrenzkampf immer weiter in den Preisen unterbieten um die Marktherrschaft zu erringen!

Es gibt keine weltweiten Standards zum Umweltschutz in der Stahlproduktion und wo Umweltschutz keine große Rolle spielt, da sind die Kosten nicht so hoch, ich kann mein Produkt billiger anbieten.

SOLINGEN AKTIV engagiert sich im Umweltschutz und beim Erhalt der Arbeitsplätze in der Region.

Welchen anderen Rat könnte SOLINGEN AKTIV den betroffenen Menschen geben als den, die Sicht danach zu richten, wer Verursacher der weltweiten Armut und dem  Konkurrenzdenken ist….

Wir einfachen Menschen und Arbeiter(innen) sind es sicher nicht!

Zweiter Warnstreik im Bergischen am 22. Januar 2018 in Solingen!

600 Kolleginnen und Kollegen fanden sich am 22.01.2018 am Neumarkt vor dem Hofgarten zum zweiten Warnstreik in der Metall-Tarifrunde 2018 zusammen. Hauptredner war der erste Bevollmächtigte der Geschäftsstelle Remscheid/Solingen, Marko Röhrig. In seiner Rede betonte er die Kampfbereitschaft der Metaller zur Durchsetzung der Forderung nach 6% mehr Lohn über 12 Monate und der auf zwei Jahre befristeten Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden bei Kolleginnen und Kollegen in besonderen Lebenssituationen, wie der Pflege von Familienangehörigen, der Kinderbetreuung, Menschen in gesundheitsgefährdenden Berufen und Schichtarbeit. Ein Teillohnausgleich soll den Betroffenen den Lohnverlust erleichtern. Die Arbeitgeber lehnen diese Forderung ab und bieten ihrerseits 2% mehr Lohn über 15 Monate und eine Einmalzahlung von 200 Euro. Die Reduzierung der Arbeitszeit lehnen sie ab.

Die Belegschaften und die IG Metall sind kampfbereit, notfalls geht es Ende Januar in den ersten 24 stündigen Warnstreik seit vielen Jahren der Ruhe, betonte Röhrig.


Unser Mitglied und IG Metaller Andreas Fischer spannte den Bogen in seinem Redebeitrag über regionale Grenzen hinweg und nahm die vom Unternehmerverband aufgestellte These der Ungleichbehandlung von Teilzeitbeschäftigten und den 28 Stündlern ins Visier. Er ergänzte Röhrigs Rede um Forderungen für prekär Beschäftigte, forderte die Unternehmen auf, mehr auszubilden. Er appellierte an die Betriebsräte und Schwerbehindertenvertretungen in den Betrieben, das Ausbildungsangebot der Gewerkschaften zu nutzen.


SOLINGEN AKTIV solidarisiert sich im Tarifkampf der IG Metall mit ihren Forderungen und wünscht dabei einen erfolgreichen Abschluss.

Kaiser's-Märkte und Arbeitsplätze in Solingen nun gerettet?

„Die Schlichtung ist erfolgreich abgeschlossen, 15.000 Arbeitsplätze sind gesichert“. Das tönte Gabriel am 31.10.2016 vor der Presse und düste dann ab nach China.

Ist die Schlichtung im Interesse der Beschäftigten oder im Interesse der beteiligten Lebensmittelkonzerne erfolgreich abgeschlossen? Und was verbirgt sich hinter dieser Nachricht?

Tatsache ist, dass die Kaiser`s-Kette in Teilen „abgewickelt“ werden soll. Die Filetstücke der Märkte in Berlin gehen an REWE, der größte Teil, überwiegend in Bayern an Edeka und für den Rest, vor allem für die ca. 100 weniger rentablen Filialen in NRW ist noch nichts geklärt.

Weder Sigmar Gabriel noch den Verantwortlichen bei Edeka oder REWE geht es hier um den Erhalt der Arbeitsplätze. Die werden als bittere Pille verstanden, die die Konzerne beim Erwerb der Läden in „bester Lage“ mitschlucken müssen.

Das allerdings gilt nicht für die Filialen in NRW. Auch nicht  für die über 4000 Arbeitsplätze in Mühlheim (Dienstleistungszentrum) und Viersen (Logistik)!

Der Konkurrenzkampf im Lebensmittelgewerbe ist gnadenlos. Er kennt keine Rücksichtnahme auf faire Tarifbindung, den Interessen der Beschäftigten oder fairen Umgang mit den Bauern und anderen Zulieferern.

In der Schlacht um die Märkte und um den Maximalprofit wollte Karl Erivan Haub, Besitzer von Kaiser`s Tengelmann mit Edeka fusionieren was am Widerstand von REWE, NORMA, Aldi, der Schwarz Gruppe(u.a. Lidl) und der Metro scheiterte. Da half auch eine scheinheilige Ministererlaubnis von Sigmar Gabriel 2015 nichts.

Mit dem „Engagement“ für Kaiser`s haben der angeschlagene Wirtschaftsminister Gabriel und seine SPD versucht, den ramponierten Ruf nach der Agenda 2010, steigender Rüstungsexporte und nicht zuletzt CETA ihren Ruf als Arbeitsplatzretter aufzupolieren.

Das ist gründlich danebengegangen! Nicht zuletzt auch wegen eines Schlichters Gerhard Schröder. Das haben viele schon geahnt. Das kann nichts Gutes werden.

Deshalb reagiert der Betriebsratsvorsitzende in Berlin, Volker Bohne auch e-her skeptisch auf diese Entscheidung.

Bewegung kam in den Prozess vor einigen Monaten, durch das rechtliche Ve-to der Konkurrenz, die auch über die Medien bekannt gemacht wurde. Die jahrelange Ungewissheit der Beschäftigten um die Zukunft ihrer Arbeitsplätze rückte plötzlich in den Fokus und sensibilisierte die Belegschaft und die Öffentlichkeit. Das zwang die Akteure zum Handeln.

Zu frisch sind die Erinnerungen um die skandalöse Abwicklung des Schlecker Konzernes und seiner rechtlichen Konsequenzen gegenüber persönlicher Vorteilsnahme, Insolvenzverschleppung und Lohnbetrug an den Angestellten!


Diese Erkenntnisse werden den Kaiser`s-Beschäftigten nur dann helfen, wenn sie ihre Rechte kennen, wenn sie sich als „eine“ Belegschaft zusammenschließen und sich wehren und wenn wir als SOLINGEN AKTIV`ler, als Kunden und als Bürger unserer Stadt uns an die Seite der Kolleginnen und Kollegen von Kaiser`s stellen und die Kämpfe, die Sorgen und Nöte der Belegschaften mit unterstützen!


Liebe Kolleginnen und Kollegen von Kaiser`s:


Euer Kampf ist unser Kampf. Eure Sorgen sind unsere Sorgen.

Das haben Jan Sühlo und Janis Fischer, zwei SOLINGEN AKTIV`ler aus unserer Jugend am 1ten Mai 2016 bei der DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) Kundgebung vor ca 900 Solinger und Solingerinnen in die Mikros gesprochen.

(Der Film (1ter Mai 2016) ist übrigens auf der Homepage unter Aktive Medien zu sehen)

Und das haben sie auch so gemeint! SOLINGEN AKTIV steht an der Seite der einfachen Menschen in Solingen. Wir sind ihr Sprachrohr und unterstützen jede Initiative, wo sie ihre Dinge in die eigenen Hände nehmen wollen oder schlicht; wo sie Hilfe benötigen.

Dieses Angebot haben wir Euch schon gemacht, als wir persönlich in Eure Filialen in Solingen gekommen sind, das wollen wir nochmals bekräftigen!

Wenn wir uns zusammenschließen mit den Zulieferern, mit der Jugend, die die Ausbildungsplätze in den Märkten braucht, wenn wir Verbraucher uns gegen die Vernichtungsschlacht im Lebensmittelmarkt entscheiden, können wir etwas bewegen.

Die Empörung über die Vorgänge bei Tengelmann, der entstehende Widerstand sich dem Diktat der Bonzen und Bonijäger nicht mehr zu beugen hat ja schon Bewegung in die Sache gebracht!


SOLINGEN AKTIV steht weiterhin solidarisch an der Seite der Kaiser`s-Belegschaften in Solingen!

Personenwahlbündnis

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Tel.: 0212-22 46 366

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