Arbeitsbedingungen

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Die Arbeitsbedingungen

in Solingen und anderswo

Ob in den großen Betrieben oder dem Mittelstand, ob bei der Stadt oder im Klinikum - Hand in Hand mit den Gewerkschaften fühlen wir den Arbeitgebern auf den Zahn mit dem Ziel die Arbeits- und Lebensbedingungen in Solingen zu verbessern.

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Fauler Kompromiss beim Tarifabschluss

6% mehr Lohn, mindestens 200 Euro mehr im Monat - vor allem für die unteren Einkommensgruppen - war die Ausgangsforderung von Verdi zu den Tarifver-handlungen 2018.

7,5% sind es zwar nun geworden, die aber gibt es nur scheibchenweise. Zum 1. März 2018 soll es demnach im Schnitt 3,19 Prozent mehr geben, zum 1. April 2019 3,09 Prozent mehr und zum 1. März 2020 weitere 1,06 Prozent.

Azubis erhalten 100 Euro mehr.

Dazu gibt es eine Einmalzahlung von 250 Euro. Das wollen uns die Akteure nun als guten Tarifabschluss verkaufen.

In Wirklichkeit streuen sie den Beschäftigten Sand in die Augen! Denn der Tarifabschluss ist gerade für die unteren Einkommensgruppen ein Witz! Von den geforderten 200 Euro monatlich mehr bleiben den Beschäftigten neben den moderaten Lohnsteigerungen gerade einmal 8,33 Euro mehr im Monat.

Profiteure des Abschlusses sind hauptsächlich die hohen Einkommen während die unteren Einkommen nicht in gleicher Stärke nachziehen können.

Das kann die Kolleginnen und Kollegen nicht zufriedenstellen!

Gerade angesichts der derzeitigen öffentlichen Diskussionen um die schlechte Bezahlung z.B. in den Pflegeberufen ist dieser Tarifabschluss eine Ohrfeige für die Menschen in der Pflege!

„Das war nicht Bzirskes Meisterstück“ titelte heute prompt auch das Handelsblatt! In der Tat haben die Schreiber dort Recht. Sieht der faule Tarifkompromiss doch eher nach Klassenzusammenarbeit zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern aus als nach Einsatz der vollen Kampfkraft der Kolleginnen und Kollegen. Die war da! Seit Beginn der Tarifauseinandersetzung bis heute sind insgesamt mehr als 1 Million Gewerkschafter für ihre Forderungen auf der Straße gewesen!

Dieser faule Kompromiss muss von der großen Tarifkommission, die dem Ergebnis noch zustimmen muss, abgelehnt werden denn er entspricht in keinster Weise der ursprünglichen Forderung!

Europäischer Stahlaktionstag in Brüssel war kalt, nass, kämpferisch und doch herzer-wärmend!

 

Aus ganz Europa haben sich am 9.11.2016 etwa 15.000 Stahlarbeiter(innen) in Brüssel vor dem Europäischen Parlament zusammengefunden um für ihre Stahlstandorte und um ihre Arbeitsplätze zu kämpfen.

Dem europäischen Parlament wurde eine Unterschriftenliste von 100.100 Kolleginnen und Kollegen übergeben, die das Parlament auffordert, endlich aktiv zu werden, um die europäische Stahlproduktion zu sichern!

Von Finnland, Schweden, Norwegen bis zum anderen Ende nach Spanien und Italien trafen die kämpferischen Kolleginnen und Kollegen in Brüssel ein…..

Mittel und unmittelbar sind auch Standorte im bergischen und oberbergischen Land von dieser Entwicklung betroffen.

Sona, SMST (Mannesmann Röhrenwerk) und Thyssen Krupp Gerlach in Remscheid bekommen die Konkurrenz hautnah zu spüren!

Das kann uns Solinger nicht kalt lassen! Hier war Solidarität geboten und genau das hat SOLINGEN AKTIV auch in diesem Konflikt gezeigt. Viele Solingerinnen und Solinger arbeiten in der Nachbargemeinde oder unterhalten wirtschaftliche Kontakte zur hiesigen Stahlindustrie, wovon auch in Solingen viele Arbeitsplätze abhängen.

15.000 Stahlwerker sind bei nasskaltem Wetter auf die Straße gegangen und wehren sich gegen eine Konkurrenz, die „nicht“ die Stahlwerker in China oder in Indien sind! Die Gegner sind die Konzerne, die sich im erbarmungslosen Konkurrenzkampf immer weiter in den Preisen unterbieten um die Marktherrschaft zu erringen!

Es gibt keine weltweiten Standards zum Umweltschutz in der Stahlproduktion und wo Umweltschutz keine große Rolle spielt, da sind die Kosten nicht so hoch, ich kann mein Produkt billiger anbieten.

SOLINGEN AKTIV engagiert sich im Umweltschutz und beim Erhalt der Arbeitsplätze in der Region.

Welchen anderen Rat könnte SOLINGEN AKTIV den betroffenen Menschen geben als den, die Sicht danach zu richten, wer Verursacher der weltweiten Armut und dem Konkurrenzdenken ist….

Wir einfachen Menschen und Arbeiter(innen) sind es sicher nicht!

Zweiter Warnstreik im Bergischen am 22. Januar 2018 in Solingen!

600 Kolleginnen und Kollegen fanden sich am 22.01.2018 am Neumarkt vor dem Hofgarten zum zweiten Warnstreik in der Metall-Tarifrunde 2018 zusammen. Hauptredner war der erste Bevollmächtigte der Geschäftsstelle Remscheid/Solingen, Marko Röhrig. In seiner Rede betonte er die Kampfbereitschaft der Metaller zur Durchsetzung der Forderung nach 6% mehr Lohn über 12 Monate und der auf zwei Jahre befristeten Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden bei Kolleginnen und Kollegen in besonderen Lebenssituationen, wie der Pflege von Familienangehörigen, der Kinderbetreuung, Menschen in gesundheitsgefährdenden Berufen und Schichtarbeit. Ein Teillohnausgleich soll den Betroffenen den Lohnverlust erleichtern. Die Arbeitgeber lehnen diese Forderung ab und bieten ihrerseits 2% mehr Lohn über 15 Monate und eine Einmalzahlung von 200 Euro. Die Reduzierung der Arbeitszeit lehnen sie ab.

Die Belegschaften und die IG Metall sind kampfbereit, notfalls geht es Ende Januar in den ersten 24 stündigen Warnstreik seit vielen Jahren der Ruhe, betonte Röhrig.

 

Unser Mitglied und IG Metaller Andreas Fischer spannte den Bogen in seinem Redebeitrag über regionale Grenzen hinweg und nahm die vom Unternehmerverband aufgestellte These der Ungleichbehandlung von Teilzeitbeschäftigten und den 28 Stündlern ins Visier. Er ergänzte Röhrigs Rede um Forderungen für prekär Beschäftigte, forderte die Unternehmen auf, mehr auszubilden. Er appellierte an die Betriebsräte und Schwerbehindertenvertretungen in den Betrieben, das Ausbildungsangebot der Gewerkschaften zu nutzen.

 

SOLINGEN AKTIV solidarisiert sich im Tarifkampf der IG Metall mit ihren Forderungen und wünscht dabei einen erfolgreichen Abschluss.

Kaiser's-Märkte und Arbeitsplätze in Solingen nun gerettet?

„Die Schlichtung ist erfolgreich abgeschlossen, 15.000 Arbeitsplätze sind gesichert“. Das tönte Gabriel am 31.10.2016 vor der Presse und düste dann ab nach China.

Ist die Schlichtung im Interesse der Beschäftigten oder im Interesse der beteiligten Lebensmittelkonzerne erfolgreich abgeschlossen? Und was verbirgt sich hinter dieser Nachricht?

Tatsache ist, dass die Kaiser`s-Kette in Teilen „abgewickelt“ werden soll. Die Filetstücke der Märkte in Berlin gehen an REWE, der größte Teil, überwiegend in Bayern an Edeka und für den Rest, vor allem für die ca. 100 weniger rentablen Filialen in NRW ist noch nichts geklärt.

Weder Sigmar Gabriel noch den Verantwortlichen bei Edeka oder REWE geht es hier um den Erhalt der Arbeitsplätze. Die werden als bittere Pille verstanden, die die Konzerne beim Erwerb der Läden in „bester Lage“ mitschlucken müssen.

Das allerdings gilt nicht für die Filialen in NRW. Auch nicht für die über 4000 Arbeitsplätze in Mühlheim (Dienstleistungszentrum) und Viersen (Logistik)!

Der Konkurrenzkampf im Lebensmittelgewerbe ist gnadenlos. Er kennt keine Rücksichtnahme auf faire Tarifbindung, den Interessen der Beschäftigten oder fairen Umgang mit den Bauern und anderen Zulieferern.

In der Schlacht um die Märkte und um den Maximalprofit wollte Karl Erivan Haub, Besitzer von Kaiser`s Tengelmann mit Edeka fusionieren was am Widerstand von REWE, NORMA, Aldi, der Schwarz Gruppe(u.a. Lidl) und der Metro scheiterte. Da half auch eine scheinheilige Ministererlaubnis von Sigmar Gabriel 2015 nichts.

Mit dem „Engagement“ für Kaiser`s haben der angeschlagene Wirtschaftsminister Gabriel und seine SPD versucht, den ramponierten Ruf nach der Agenda 2010, steigender Rüstungsexporte und nicht zuletzt CETA ihren Ruf als Arbeitsplatzretter aufzupolieren.

Das ist gründlich danebengegangen! Nicht zuletzt auch wegen eines Schlichters Gerhard Schröder. Das haben viele schon geahnt. Das kann nichts Gutes werden.

Deshalb reagiert der Betriebsratsvorsitzende in Berlin, Volker Bohne auch e-her skeptisch auf diese Entscheidung.

Bewegung kam in den Prozess vor einigen Monaten, durch das rechtliche Ve-to der Konkurrenz, die auch über die Medien bekannt gemacht wurde. Die jahrelange Ungewissheit der Beschäftigten um die Zukunft ihrer Arbeitsplätze rückte plötzlich in den Fokus und sensibilisierte die Belegschaft und die Öffentlichkeit. Das zwang die Akteure zum Handeln.

Zu frisch sind die Erinnerungen um die skandalöse Abwicklung des Schlecker Konzernes und seiner rechtlichen Konsequenzen gegenüber persönlicher Vorteilsnahme, Insolvenzverschleppung und Lohnbetrug an den Angestellten!

 

Diese Erkenntnisse werden den Kaiser`s-Beschäftigten nur dann helfen, wenn sie ihre Rechte kennen, wenn sie sich als „eine“ Belegschaft zusammenschließen und sich wehren und wenn wir als SOLINGEN AKTIV`ler, als Kunden und als Bürger unserer Stadt uns an die Seite der Kolleginnen und Kollegen von Kaiser`s stellen und die Kämpfe, die Sorgen und Nöte der Belegschaften mit unterstützen!

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Kaiser`s:

 

Euer Kampf ist unser Kampf. Eure Sorgen sind unsere Sorgen.

Das haben Jan Sühlo und Janis Fischer, zwei SOLINGEN AKTIV`ler aus unserer Jugend am 1ten Mai 2016 bei der DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) Kundgebung vor ca 900 Solinger und Solingerinnen in die Mikros gesprochen.

(Der Film (1ter Mai 2016) ist übrigens auf der Homepage unter Aktive Medien zu sehen)

Und das haben sie auch so gemeint! SOLINGEN AKTIV steht an der Seite der einfachen Menschen in Solingen. Wir sind ihr Sprachrohr und unterstützen jede Initiative, wo sie ihre Dinge in die eigenen Hände nehmen wollen oder schlicht; wo sie Hilfe benötigen.

Dieses Angebot haben wir Euch schon gemacht, als wir persönlich in Eure Filialen in Solingen gekommen sind, das wollen wir nochmals bekräftigen!

Wenn wir uns zusammenschließen mit den Zulieferern, mit der Jugend, die die Ausbildungsplätze in den Märkten braucht, wenn wir Verbraucher uns gegen die Vernichtungsschlacht im Lebensmittelmarkt entscheiden, können wir etwas bewegen.

Die Empörung über die Vorgänge bei Tengelmann, der entstehende Widerstand sich dem Diktat der Bonzen und Bonijäger nicht mehr zu beugen hat ja schon Bewegung in die Sache gebracht!

 

SOLINGEN AKTIV steht weiterhin solidarisch an der Seite der Kaiser`s-Belegschaften in Solingen!

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