Jugend

Mit 10 SOLINGEN AKTIVlern zum Rebellischen Musikfestival 2016 nach Truckenthal in Thüringen….

 

Wir hatten alles dabei: Kalte, nasse, stürmische und sonnige Abschnitte über Tag und noch kältere und nassere Nächte beim Rebellischen Musikfestival des Jugendverband Rebell.

Aber wir hatten auch Freundschaft, Respekt, ein solidarisches Miteinander und eine internationale Verbrüderung von Besuchern und Flüchtlingen aus aller Welt.

Etwa 60 internationale Bands heizten uns auf zwei Bühnen zum Pogen und Tanzen ein.

"Die internationale Solidarität wärmt die über 1.600 Gäste - Hunderte feiern trotz Regen-schauern 'Von Truckenthal nach Kobanê'. Die Band Gehörwäsche und die syrisch-kurdische Band Koma Berxwedan spielten gemeinsam deutsche und kurdische Lieder. Das Besonde-re: die Lieder wurden jeweils auch in der anderen Landessprache übersetzt und gemeinsam vorgetragen".

Dieser Berichtausschnitt aus der Homepage vom Festival gibt in wenigen Worten wieder, was wir alle gemeinsam erlebt haben.

 

Gemeinsam kämpfen, gemeinsam feiern und viel voneinander lernen.

 

 

 

 

 

 

Die Tatsache, dass Jugendliche von Medien und Politik nicht nur benachteiligt, sondern bewusst „ruhig gestellt“ werden, ist keine Neuigkeit, sondern ein grundsätzlicher Versuch der Gesellschaft, das aufsässige und rebellische Naturell der Jugend einzuschränken oder zu unterbinden.

Das ist ein gesellschaftliches Problem, dem man sich auf einer anderen Ebene als der unseren stellen muss. Dennoch bleibt die Lösung die gleiche:

 

Die Jugend muss sich ihre Rechte (gemeinsam mit den Erwachsenen) erkämp-

fen! Das unterstützt SOLINGEN AKTIV.

 

Unsere Arbeit betraf und betrifft weniger einzelne parlamentarische Initiativen als

vielmehr die Förderung der politischen Aktivität der Jugend selbst. Und zwar in ihrem direkten Lebensalltag:

 

  • Förderung antifaschistischer Aktivitäten bei Protesten gegen ProNRW. Auch "unkonventionelle" Protestformen wie gemeinschaftliches Abhängen von volks-

verhetzenden Plakaten haben wir aktiv und tatkräftig unterstützt.

  • Hilfe für Flüchtlingsfamilien - v.a. mit Kindern (Sammlungen für Flüchtlings-

heime "Weihnachten im Schuhkarton"), Unterstützung des „Willkommenstreff für Flüchtlinge“ im Café Courage).

  • Forderungen nach Sanierung von Sportplätzen (Unterschriftensammlung an der

Albert-Schweizer-Schule) und Turnhallen.

  • Förderung junger Aktivisten bei SOLINGEN AKTIV: Die vorletzte ausgezeich-

nete "AKTIVe SOLINGERIN des Jahres war eine junge Frau, die Mülleimer im Stadtgebiet künstlerisch gestaltet; unser jüngstes MItglied ist vor Kurzem zum Revisor gewählt worden.

  • Umstellung der politischen Ansprache auf jugendliche Formen wie Filme zu verschiedenen politischen Themen

 

Wir fordern:

 

  • Weitere Förderung des CowClub! Der CowClub ist die kulturelle Einrichtung für Jugendliche in Solingen schlechthin. Die Art und Weise, wie seit Jahren der CowClub und das Stadttheater gegeneinander ausgespielt werden, gehört sich nicht, denn beide Einrichtungen sind von immens wichtiger kultureller Bedeutung für Solingen.

 

  • Die Einrichtung eines Gremiums zur Einbeziehung und detaillierten Planung von Street-Art in die Stadtplanung. Hier sollen diverse Künstler, aber auch der Jugendstadtrat, die Jugendförderung, die Notschlafstelle, usw. zu Wort kommen. Außerdem schlagen wir einen Rundgang durch die Innenstadt zur Aufnahme möglicher Street-Art-Flächen vor, an dem Jugendliche, Künstler und Jugendeinrichtungen teilnehmen.

 

  • Schaffung eines selbstverwalteten- und bewirtschafteten Jugendcafès in der Innenstadt! Leerstände gibt es genug. Beispielsweise im Bachthorzentrum. Hier könnte ein Treffpunkt entstehen, wo auch Veranstaltungen des Jugendstadtrats, des Spielmobils, oder aber auch der Kommunalpolitik stattfinden können. Alternativ besteht die Möglichkeit - bei Rückkauf des Rathauses - einen Teil der leerstehenden Ladenlokale im vorderen Bereich zu nutzen.

 

  • Die weitere Verbesserung der Wasserqualität der Wupper und deren Nutzung für die Gewinnung wohnortnaher regenerativer Energie! Diese Forderung hatte SOLINGEN AKTIV bereits im Wahlkampf 2014 und wir halten weiterhin daran fest. Eine wirkliche Energiewende kann nur stattfinden, wenn die Energie regional gewonnen und genutzt wird. Weiterhin fordern wir die Umstellung des ÖPNV auf 100% Öko-Strom aus der Umgebung.

 

  • Besondere Initiativen der Stadt zur Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen! Statt der Ausweitung schulischer Warteschleifen fordern wir Initiativen gegen die Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die Übernahme nach der Ausbildung, einen „Runden Tisch gegen Jugendarbeitslosigkeit“.

 

  • Schluss mit dem Profitdenken bei der Personenbeförderung! ÖPNV zum Nulltarif! Eine weitere Forderung aus unserem Wahlkampf, an der wir festhalten. Der Nulltarif würde nicht nur unsere Jugendlichen finanziell entlasten. Das Prinzip würde die Innenstadt wesentlich attraktiver machen (durch weniger Autoverkehr, geringe Feinstaubbelastung, freundlichere Atmosphäre, …). Durch Einsparungen beim Straßenbau, die Veräußerung von Parkflächen und weiteren finanziellen Vorteilen, kann ein solches Vorhaben funktionieren.

 

  • Sportvereine, Schwimmbäder und öffentliche Einrichtungen stärker fördern! Viele kulturelle und Freizeiteinrichtungen sind mit dem letzten Sparhaushalt – dank der umfangreichen Proteste – gerade noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Der Fortbestand solcher öffentlicher Einrichtungen (Vogelsang-Bad, Botanischer Garten, usw.) darf nicht diskutiert werden. Die Jugend braucht solche Einrichtungen!