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SOLINGEN AKTIV schließt sich weitgehend den Forderungen der Bewegung „ZeroCovid“ an. Diese hat am 10. April bundesweit Demonstrationen durchgeführt, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen – so auch in Düsseldorf.

In seinem „Newsletter“ vom 19. März forderte der Vorstand von SOLINGEN AKTIV: „Zum Brechen dieser 3. Welle, zum Schutz der Bevölkerung gibt es nur eine Lösung: ein kurzer harter Lockdown jetzt und ab sofort!


  • Alle KiTas, Schulen, den Flugverkehr, den öffentlichen Nahverkehr (bis auf beruflich oder medizinisch nötige Fahrten), das öffentliche Leben, Betriebeund Verwaltungen für ca. 3 Wochen stilllegen – natürlich bis auf lebensnotwendige Bereiche.
  • Allen Beschäftigten muss der Lohn fortgezahlt werden.
  • Alle Corona-bedingten Ausfälle von Handel, Kleinbetrieben, Selbstständigen usw. müssen schnell und unbürokratisch ersetzt werden.
  • Auslaufende Konzessionen müssen verlängert werden.
  • Diese Lockdown-Zeit muss für massenhaftes Testen und Impfen genutzt werden.


Nur so ist statt dem endlosen Schlingerkurs eine nachhaltige Überwindung der Pandemie und danach wieder zügig eine weitgehende Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens denkbar!

Wir fordern auch die Stadtverwaltung Solingen auf, hier mutig voranzugehen... ein Einknicken vor der Landesregierung oder vor dem Profitstreben der Wirtschaft tötet täglich Menschen!“



Trauerrede beim Grabgang für Jochem am 26.3.2021


Wir alle wussten, dass Jochem seit Jahren schwer krank war. Trotzdem waren wir alle erschüttert, als er am 9. März von uns ging.

Warum waren wir eigentlich so geschockt?

Vielleicht weil wir uns durch seine beispielhafte Art, mit seiner langjährigen Krankheit umzugehen, irgendwie in der stillen Hoffnung wiegten, das würde noch lange so weitergehen? Er hat seine Krankheit in der Tat beeindruckend beherrscht – in einem doppelten Sinn: Zum einen bekämpfte er sie wo immer möglich mit großer Fachkenntnis, Ideenreichtum und Lebensmut. Nie hat er den Kopf hängen lassen. So verhinderte er viele Jahre die von Ärzten längst geplante Amputation der Beine und erhielt sich so mit den Orthesen seine Beweglichkeit. Zum anderen aber kannte er als Krankenpfleger auch genau die Grenzen dieses Kampfes. Er hat sie mit fast heiterer Gelassenheit akzeptiert.


In gewisser Beziehung hat er sogar seinen Tod beherrscht:

Er starb zu Hause am Frühstückstisch inmitten einer Phase neuer Ideen und Zukunftspläne. So wollte er noch vor 3 bis 4 Wochen bei Aldi ein Laufband bestellen, um seine Muskeln wieder zu kräftigen.

Eine sich abzeichnende deutliche Verschlimmerung der Krankheit und schließlich der Pflegefall - das blieb ihm durch den plötzlichen Tod erspart. Noch Jahre im Pflegeheim zu liegen – das hätte dieser starke Mann sicherlich als Entwürdigung empfunden.


Wir sind glücklich und stolz darauf, ihn viele Jahre als Mitglied in unserer Mitte erlebt zu haben. Entsprechend seinen gesundheitlichen Einschränkungen hat er die Aufgaben, die er übernehmen konnte, immer mit großer Freude, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Ideenreichtum umgesetzt. Mit seiner stets fröhlichen und zuverlässigen ehrenamtlichen Arbeit während vieler Jahre als Pförtner in der Gelsenkirchen Horster Mitte – wo auch die Parteizentrale der MLPD ist - wird er dort in bester Erinnerung bleiben.


Er hatte immer seinen eigenen Kopf. Und einen oft köstlichen Humor. Man konnte herrlich mit ihm streiten. So haben wir viel von ihm gelernt. Wir verlieren in Jochem einen guten Genossen, einen stets hilfsbereiten Freund und einen guten Ratgeber in allen Lebenslagen. Wir werden sein Lebenswerk in uns aufnehmen! So werden wir ihn nie vergessen!

Was uns in Solingen einzigartig macht?

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