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Metalltarifrunde 2022 gestartet…

Mit ersten beeindruckenden Demonstrationen startete die IG Metall zu Monatsanfang in die bevorstehende Tarifrunde 2022.

Tausende Metaller aus den Bezirken Küste, Thüringen und Bayern gingen für einen ersten Vorgeschmack und für die Forderung nach 8 Prozent mehr Lohn und Lohnnachschlag für die dürftigen vergangenen Tarifrunden der vergangenen Jahre auf die Straße.

In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen stehen die Metaller bereit zum Arbeitskampf!

Die Stimmung in den Belegschaften ist kämpferisch angesichts des Krisenchaos der Bundesregierung und der unverschämten Profitmacherei der großen Konzerne.

Den meisten Kolleginnen und Kollegen ist klar, dass die 8 Prozent Forderung die Inflationskosten nicht auffangen wird.

„Wer rechnet eigentlich so einen Unsinn zusammen“ äußerte sich ein Kollege SGA gegenüber und: “Die gestiegenen Lebensmittelkosten, die Spritpreise, jetzt noch die Energiepreiserhöhungen und die Gasumlage, das sind doch keine 8 Prozent Inflation! Bei mir kommen mindestens 20 Prozent an. Ich weiß nicht, wie ich mit meinem Lohn all diese Rechnungen, die ja erst noch kommen werden bezahlen soll“?!

Auch die Entlastungspakete der Bundesregierung sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein und zumeist schon für gestiegene Kosten ausgegeben, noch bevor sie bei den Menschen ankommen.

Ein Drittel der Deutschen lebt  in Armut, hat keine Rücklagen und ist gar nicht in der Lage, aus eigener Kraft die Kostenexplosionen zu stemmen. Ein weiteres Drittel hat Geldreserven für einen kurzen Zeitraum, wendet aber schon jetzt das gesamte Einkommen für das tägliche Leben (Wohnen, Essen, Fahrten zur Arbeitsstelle) auf. Das dritte Drittel kann laut einer Umfrage zwischen 13 und 21 Jahre sorgenfrei vom angehäuften Vermögen leben.

Nicht mitgerechnet sind die 7 Prozent Superreicher in Deutschland die so viel Vermögen wie die Hälfte aller anderen Deutschen besitzen und allesamt Profiteure der Krisensituation sind.

Nicht müde werden die Vertreter der Monopolwirtschaft darin, das Leid der deutschen Wirtschaft durch die hohen Kostenbelastungen zu predigen. Sie vergessen dabei zu erwähnen, dass sie ihre Profite der vergangenen Jahre für sich behalten haben aber die Verluste der letzten Monate vergesellschaften wollen!

Ähnlich verhält es sich auch bei der bergischen Wirtschaft. Natürlich gibt es Kleinst und Kleingewerbetreibende, die angesichts der Inflation mit dem Rücken zur Wand stehen. Mittelständische und familiengeführte Unternehmen geraten in schweres Fahrwasser weil die Kosten auch bei ihnen auflaufen.

Aber soll das jetzt automatisch Lohnverzicht bedeuten, um die angeschlagenen Unternehmen zu retten?

Es stellt sich für uns Arbeiter*innen doch die Frage: Taugt unsere Marktwirtschaft, taugt das kapitalistische Ausbeutungssystem für unsere Gesellschaft etwas?

Schon beim Wirtschaftseinbruch 2000, der die Einführung von Hartz IV zur Folge hatte, das am meisten gehasste Gesetz in Deutschland, dann der nächste Einbruch 2008, der vielen Deutschen die Ersparnisse kostete, dann 2018, wo die nächste Wirtschaftskrise heraufzog, der unter anderem die Spritpreise und die Energiekosten nach oben trieb, der die Mietpreise ins Uferlose katapultierte, gingen weiteren Hiobsbotschaften voran.

Klimakatastrohen, die nicht nur Solinger*innen und Wuppertaler*innen 2021 peinigten, nun auch noch die Gefahr eines dritten Welkriegs durch den ungerechten Ukraine-Krieg mindestens aber eine Atomkatastrophein Saporischschja, die uns alle betreffen werden wird.

Uns bei SOLINGEN AKTIV treiben die Sorgen um, das wir in Deutschland vor einem wirtschaftlichen und friedenspolitischem Desaster stehen, wenn wir so weiter machen wie bisher.

Die Frage, warum wir das jetzt gerade im Zusammenhang mit der Metall-Tarifrunde schreiben liegt auf der Hand.

Wir können die Frage von guter Arbeit und gerechtem Lohn nicht losgelöst von der Frage sehen was uns umgibt. Kriege und Flüchtlingsleid, Klimakatastrophen und Entrechtung der Geschädigten, Ungehemmte Spekulationen (u.a. Cum-Ex) auf Wohnraum und Nahrungsmittel, Hunger, Leid und Verarmung immer größerer Bevölkerungsteile zugunsten einer Handvoll kapitalistischer Profiteure… nicht nur weltweit, auch in Solingen!

Wenn wir guten Lohn für gute Arbeit fordern geht das nur, wenn wir dies nicht auf dem Rücken der schwächeren fordern.

Es muss die treffen, die kungeln und die Profite für sich einsacken. Es muss die Politik und die Wirtschaft gleichermaßen mit einbeziehen und darf nie diejenigen aus dem Auge verlieren, die es am nötigsten haben!


Deshalb fordern wir in der Metall-Tarifrunde:

  • Mindestens 8 Prozent Lohnerhöhung für die nächsten 12 Monate
  • Einen Lohnnachschlag von mindestens 500 Euro für jeden Beschäftigten für 2022 mit der gleichen Option 2023
  • Deckelung der Sprit, Strom und Gaspreise auf Inflationsniveau.
  • Anhebung des neuen Bürgergeldes auf ein Niveau, das allen Betroffenen die „Teilhabe“ am gesellschaftlichen Leben wirklich garantiert. Einmalzahlungen noch vor 2023 um die gestiegenen Kosten bezahlen zu können!
  • Keine Subventionen an Profitunternehmen. Die sollen sich aus den Milliardengewinnen der letzten Jahre selbst finanzieren!
  • Für ein allseitiges gesetzliches Streikrecht!
  • Rücknahme der verschärften Polizeigesetze aus 2021
  • Schluss mit der Kriegsbeteiligung der BRD in der Ukraine. Der Krieg ist ungerecht von beiden Seiten. Von Russland auf der einen und der Ukraine/NATO auf der anderen Seite! Widerstand gegen die Gefahr eines dritten Weltkriegs!
  • Heraus am 1.Oktober 2022 zur bundesweiten Friedensdemo in Berlin!

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